MapProxy

Die Open-Source-Software MapProxy ermöglicht es bestehende Kartenserver, bei voller Unterstützung des WMS-Standards, zu beschleunigen. Mit MapProxy können Sie Ihre WMS einer aktiven Geschwindigkeitsverbesserung unterziehen. Durch die Einhaltung des WMS-Standards ist es möglich, die beschleunigten WMS weiterhin in vorhandenen Web- und Desktop-Anwendungen zu nutzen.

Neben der Beschleunigung verfügt MapProxy durch seine zentrale Position noch über weitere Eingriffsmöglichkeiten, die im Folgenden näher beschrieben sind. MapProxy wurde im März 2010 von Omniscale als Open-Source-Software veröffentlicht und wird aktiv von Omniscale weiterentwickelt.

Aufbau MapProxy

Abbildung: Integration von MapProxy

Beschleunigen

MapProxy kann Kartendaten von WMS-Servern und Daten von kachelbasierten Systemen wie zum Beispiel TileCache, GoogleMaps oder BingMaps einlesen und verarbeiten. Die Beschleunigung der Dienste funktioniert durch das Zwischenspeichern der angefragten Karten - das so genannte Caching. MapProxy liefert die Karten dann im gewünschten Format aus, so das eine deutliche Geschwindigkeitssteigerung möglich ist. Beschleunigte WMS liefern Ihre Daten zwischen 10 und 100 mal schneller aus als herkömmliche WMS.

Integriert wurde die Möglichkeit, Karten umzuprojezieren. So können Dienste in GIS-Clients (z.B. OpenLayers oder GoogleMaps) eingebunden werden, auch wenn der ursprüngliche Server die verwendete Projektion nicht unterstützt.

WMS-Standard

Eine weitere Stärke von MapProxy ist die Verwendung des OGC WMS-Standards. Trotz des Cachings bleibt der WMS-Standard beim Einsatz des MapProxy komplett erhalten und beschleunigte Dienste können wie gewohnt genutzt werden. Anfragen werden dabei in beliebiger Auflösung vom MapProxy beantwortet, so dass weiterhin ein freies Zoomen, wie man es in einem Desktop-GIS gewohnt ist, möglich ist.

Neben dem Ausliefern von Karten kann MapProxy auch die WMS Funktionalitäten GetFeatureInfo und GetLegend verwenden. MapProxy kann so beispielsweise dazu genutzt werden um zwei Luftbild-WMS-Server mit einem Fachdaten-Overlay zu kombinieren. Der entstandene Layer kann wie gewohnt in einem GI-System eingebunden werden und beinhaltet sowohl die Luftbilder wie auch die Fachdaten.

Kombination Lufbilder mit Fachdaten

Abbildung: Kombination von Luftbildern mit Fachdaten

MapProxy gestaltet sich sehr flexibel und bietet eine große Anzahl von Einstellungsmöglichkeiten um das beste Ergebnis für Ihre Daten zu gewährleisten. Dies ist unabhängig davon ob Raster- oder Vektordaten im WMS zum Einsatz kommen.

MapProxy als kaskadierender WMS

Wenn MapProxy als kaskadierender Server eingesetzt wird, hat MapProxy den Vorteil, dass die WMS Funktionen GetFeautreInfo und GetLegendGraphic weiterhin zur Verfügung stehen. Außerdem können die verwendeten Kartendienste hierbei ohne Zwischenspeichern verwendet werden.

Durch die Angabe von Geometrien kann außerdem das exakte Gebiet angegeben werden, in dem der Ursprungs-Server angefragt werden soll. Dies kann z.B. bei unterschiedlichen Zuständigkeiten nötig sein.

MapProxy als kaskadierender WMS

Abbildung: MapProxy als kaskadierender WMS

Sicherheit

MapProxy kann als Sicherheitsschicht für vorhandene Kartendienste fungieren. So kann MapProxy gesamte WMS, aber auch einzelne Layer vor ungewollten Zugriffen schützen oder diese nur für bestimmte Nutzergruppen sichtbar machen.

Neben den Gesamtdaten kann die Sicherheitsschicht auch auf exakte Gebiete angewandt werden. So kann z.B. über ein Polygon definiert werden, auf welche Gebiete einzelne Benutzer zugreifen dürfen und auf welche nicht.

Absichern von Geodaten mit MapProxy

Abbildung: Absichern von Geodaten mit MapProxy

Die Sicherheitsschicht wurde als offene Schnittstelle entwickelt, damit sie an unterschiedlichste Nutzerdatenbanken angegliedert werden kann. Bereits bestehende Benutzerdatenbanken können so vom MapProxy verwendet werden.

Weitere Funktionen

Durch die zentrale Position verfügt MapProxy über weitere nützliche Funktionen. So kann MapProxy dazu genutzt werden um vorhandene GDIs zu aktualisieren, ohne dass dabei bestehende Server verändert werden müssen. Des weiteren ist es möglich:

  • Projektionen anzubieten, die nicht von der Quelle unterstützt werden
  • WMS-Server zu verstecken
  • Wasserzeichen und Copyrightzeilen in Karten einzufügen

Zusätzlich unterstützt MapProxy unterschiedliche offene Standards. Der ursprüngliche WMS Server kann um die Standards, die der MapProxy anbietet, erweitert werden, auch wenn der Server diese ursprünglich nicht unterstüzt. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • OGC WMS 1.0.0, 1.1.0, 1.1.1, 1.3.0
  • OSGeo TMS 1.0.0
  • OGC KML 2.2

Informationsbroschüre:

<em>MapProxy</em> Prospekt

Informationen über MapProxy erhalten Sie auch in unserem Prospekt. Diesen können Sie hier als PDF herunterladen.

Wir senden Ihnen den Prospekt auch gerne per Post zu. Schicken Sie uns hierzu einfach eine kurze Nachricht über das Kontaktformular.